Der Mythos von Angebot und Nachfrage

 

Wählst du die blaue oder die rote Pille?

Dass Angebot und Nachfrage den Markt und somit den Preis beherrschen, ist heute allgemein akzeptiert und wird, wie unser falsches Geldsystem, weder hinterfragt noch angezweifelt. Über Jahrzehnte wurde durch die Wirtschaft perfekte Erziehungsarbeit geleistet, so dass heute jeder davon ausgeht, dass dieses Konzept einem Naturgesetz gleichkommt. Warum eine Ware heute plötzlich mehr Wert haben soll als gestern, nur weil sie weniger vorhanden ist, fragt sich niemand. Die Ware an sich ist ja immer noch die gleiche. Dass sie offenbar weniger verfügbar ist, macht sie nicht per se teurer. Der materielle Wert steigt nämlich damit nicht. Höchstens der subjktive Wert, falls es etwas ist, was einer bestimmten Person eine Menge bedeutet oder überlebenswichtig ist.

Dass nun ein paar Leute beim Lesen dieser Zeilen verständnislos den Kopf schütteln werden zeigt, wie tief diese Angebots-und-Nachfrage-Lüge in uns verwurzelt ist. Der Witz an der ganzen Sache ist, dass die knappen Waren meistens durchaus vorhanden sind. Oftmals werden sie künstlich verknappt. Dazu reicht es, wenn man ein Lager schliesst oder die Förderung gewisser Rohstoffe drosselt. Die Waren sind somit durchaus vorhanden, gehören einfach bestimmten Personen, welche sich so die Taschen füllen.

Die freie Marktwirtschaft ist speziell für solche Preismanipulationen geeignet, vorausgesetzt man verfügt über ausreichende Macht bzw. Informationen. In Wahrheit handelt es sich beim sogenannten Gesetz von Angebot und Nachfrage um nichts anderes als systematische und flächendeckende Erpressung. Es werden zum Beispiel Medikamente verknappt, nur damit ein «Mangel» entsteht und somit der Preis nach oben gepuscht werden kann. Benötigt jemand dringend ein Medikament, hat er keine andere Wahl als auch den überhöhten Preis zu bezahlen.

Diese unethischen Praktiken werden von uns hingenommen, ja sogar als natürlich empfunden, da wir schon von klein auf so konditioniert werden. Schon in der Schule werden wir darauf programmiert, dieses System nicht zu hinterfragen. Tun wir es doch gelten wir als querulant und ungemütlichen Schüler oder später als «Revoluzer».

Sind Menschen, die nicht alles einfach so hinnehmen, sondern Dinge in Frage stellen, wirklich nur Krawallmacher oder haben sie eventuell doch einen Punkt? Versucht euch einmal ein wenig aus euerem Alltag auszuklinken und betrachtet das Ganze aus einer gewissen Distanz. Ist wirklich alles ok so, wie es heute läuft, oder haben die «Querulanten» eben vielleicht doch nicht ganz so unrecht?

Fuck the System! … Wenigstens ’n bisschen ;-)

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