Peak Baby: Haben wir ein Problem?

Peak Baby: Haben wir ein Problem?

Die Menschheit hat einen extrem wichtigen Meilenstein erreicht und es hat beinahe niemand mitbekommen. Wir haben «Peak Baby» erreicht. Es wird nie mehr Kinder geben wie heute. Unsere Bevölkerung wird weiter wachsen jedoch nicht wegen Geburten, sondern will wir alle viel länger leben.

In einer Welt voller Terrorismus, religiösen Fanatikern und politischen Hasspredigern machen wir uns zurecht Gedanken um unsere Zukunft. Die wenigsten haben dabei aber wohl daran gedacht, dass eine der grössten Gefahren davon ausgehen könnte, dass wir uns nicht mehr fortpflanzen.

Die Fruchtbarkeit sinkt

1966 hatte eine Frau im Durchschnitt noch 5 Kinder. Heute sind es weltweit noch 2,5. Die höhere Geburtenrate in Afrika drückt hier den Durchschnitt nach oben. In der Schweiz ist es gerade mal 1,54 Kinder pro Frau. In Deutschland und Österreich sieht es nicht besser aus. Weltweit gesehen haben 40% der Frauen weniger als 2 Kinder.

Peak Baby Statistik 2015

Was sind die Gründe für Peak Baby?

Die Gründe sind vielschichtig. Die britische Zeitung «The Telegraph» befragte junge Menschen beider Geschlechter zum Thema Kinder. Die Antworten reichten von «Ich will Karriere machen und Geld verdienen» über «Ich will zuerst die Welt sehen» bis hin zu «Der Gedanke, dass etwas in mir wächst, ekelt mich an».

Besonders die letzte Bemerkung sollte zu denken geben. Wie kann ein natürlicher Vorgang, der in der Biologie sprich durch die Natur vorgesehen ist, als «eklig» empfunden werden? Selbstverständlich kann ich mir als Mann nicht vorstellen, wie es ist, ein Lebewesen in sich heranwachsen zu lassen. Trotzdem: Sollte die Natur eine nicht darauf vorbereiten? Vorzugsweise positiv?

Was ist geschehen?

Ich bin kein Soziologe und ich masse mir nicht an, Frauen zu verstehen. Trotzdem erlaube ich mir hier ein paar Gedanken. Ein Grund ist mir ziemlich klar: Frauen haben heute ganz andere Voraussetzungen und Zukunftsperspektiven als noch vor 60 Jahren. Sie sind beinahe überall gleichgestellt und nicht mehr auf die Rolle der Hausfrau und Mutter beschränkt. Auch ist es heute kein «No-Go» mehr, wenn man keine Kinder hat. Es ist also nur logisch, dass weniger Frauen sich für eine gesellschaftlich-traditionelle Rolle entscheiden. Ein weiterer Grund ist sicher, dass wir uns heute der Gesellschaft nicht mehr verpflichtet fühlen. Sie kümmert sich einen Scheiss um uns, warum sollen wir uns um sie kümmern? Dazu kommt, dass wir immer mehr in einer Spassgesellschaft leben. Das eigene Vergnügen steht im Vordergrund. Verantwortung übernehmen und sich für andere (sein Kind?) zurückzunehmen steht nicht mehr auf jeder Agenda (Mann wie Frau). Das ist legitim, führt aber genau zu besagtem Peak Baby.

Für die Zukunft können wir nur hoffen, dass sich die Gesellschaft nicht selbst wegrationalisiert.

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